[Benjamin Isaak-Krauß]
In den letzten hundert Jahren waren gewaltfreie Aufstände doppelt so häufig erfolgreich als bewaffnete. Woran liegt das? Welche strategischen Vorteile hat ein konsequent gewaltfreier Kampf? Was können wir von ukrainischen Witwen, ägyptischen Hebammen, jüdischen Bauern im 1. Jahrhundert und Jesus selbst über zivilen Widerstand lernen? Neben kurzen Theorieimpulsen aus der Friedens- und Konfliktforschung soll auch die Praxis nicht zu kurz kommen. Die Beschäftigung mit kreativem Widerstand öffnet auch neue Perspektiven auf die Evangelien und ihren Entstehungskontext unter römischer Besatzung und dem gescheiterten Versuch eines militärischen Widerstands im jüdisch-römischen Krieg. Ein Workshop für alle, deren Pazifismus mit der russischen Invasion ins Wanken gekommen ist, die neugierig sind auf konsequente Nachfolge, oder kreativ dritte Wege suchen.

Benjamin Isaak-Krauß ist zusammen mit Rianna Pastor der Mennonitengemeinde Frankfurt. Er hat von gewaltfreien Bewegungen in Deutschland, Palästina, Lesbos, und Turtle Island (Nordamerika) gelernt und engagiert sich bei der Letzten Generation und Community Peacemaker Teams.